Online Marketing, Webdesign

Häufige Mängel beim Webdesign

schlechte Website

Aktualisiert am

Sie sind selbstständig oder haben eine eigene Firma? Sie wissen, dass eine eigene Website wichtig ist. Sie fangen an, sich zu informieren. Einer Ihrer Freunde sagt, ich kenne da jemand, der hat schon mal eine Homepage erstellt, der kann das machen. Oder Sie kaufen sich für ein paar Euro ein Programm und nach dem Motto: „Das kann doch nicht so schwer sein“ legen Sie los. Alternativ bietet Ihr Provider einen „Homepage Baukasten“ an. Ein Webdesigner macht Ihnen ein super Angebot. Im Prinzip alles o.k., wenn das Ergebnis stimmt.Haben Sie dann aber auch eine professionelle Website, die Ihr Unternehmen oder Dienstleistung richtig präsentiert?

Ihre Website ist Ihr Schaufenster im Internet. Ein schlechter Webauftritt schadet dem eigenen Image. Trotzdem werden immer wieder die gleichen Fehler beim Webdesign gemacht. Ein schönes Beispiel ist die „schlechteste Website der Welt“, die von Webdesignern erstellt wurde, um die Fehler grafisch darzustellen.  Das Internet entwickelt sich immer weiter. Die moderne Website muss neuen und veränderten Anforderungen gerecht werden.

Die Fülle des Angebots an Websites verändert auch das Verhalten der Internetnutzer. Sie möchten viele Besucher auf Ihrer Website haben? Sie möchten bei den Suchmaschinen möglichst weit oben zu finden sein? Dann sollte Ihre Website folgende Fehler vermeiden.

Fehlende Benutzerfreundlichkeit / Usability

Die Benutzerfreundlichkeit entscheidet mit, ob sich der User weiter mit der Website beschäftigt oder nicht. Der größte Fehler ist es, wenn die Website nicht richtig funktioniert und die Erwartung des Nutzers nicht erfüllt. Wenn der User nicht schnell das findet, was er sucht oder wenn er sich in der Navigation verirrt, ist er schnell wieder weg. Der Text muss gut lesbar sein, d.h. die Buchstaben nicht zu klein, der Text nicht zu kompakt und der Kontrast ausreichend sein. Beim unterstrichenen Text erwartet der User einen funktionierenden Link. Lange Wartezeiten, bis sich eine Webseite aufgebaut hat, mag der Internetnutzer gar nicht. Viele User schalten auch Java und Flash aus – ist Ihre Website dann immer noch funktionsfähig?

Mangelnde Aktualität

Eine Website soll gut auffindbar sein und oft besucht werden. Dazu muss die Website aktuell und interessant sein und einen Mehrwert bieten. Eine moderne Website wird immer mehr zu einem interaktiven Kommunikationsmittel und Werbemedium. Heute reicht es nicht mehr, eine Website ins Internet zu stellen, und sie ihrem Schicksal zu überlassen. Die Kontaktdaten müssen immer aktuell sein und Verlinkungen müssen funktionieren, die Inhalte und Datumsangaben angepasst werden. Hinweise unter News oder Aktuelles auf Aktivitäten und Veranstaltungen vom letzten Jahr interessieren keinen mehr. Bei alten Preisangaben und Angeboten fragt sich der User, ob es die Firma überhaupt noch gibt.

Lange Ladezeiten

Nicht jeder Internetnutzer verfügt über eine schnelle Verbindung. Eine Webseite, die sich nur langsam aufbaut, weil die Bilder zu groß sind, und Videos, die nicht flüssig laufen, vergraulen die Nutzer. DSL ist zwar heute Standard, aber nicht jeder hat die schnellste Verbindung. Bei mobilen Geräten kommen UMTS oder EDGE zum Einsatz, die langsamer sind. Der Nutzer von heute wartet nicht gerne, er surft weiter, wenn ihm die Wartezeit zu lang ist.

Veraltetes Webdesign

Auch im Webdesign gibt es Trends und neue technische Entwicklungen. Jede Website sollte nach ein paar Jahren angepasst werden. Ein veraltetes Design erkennt man heute z.B. an schrillen Farben, Frames, Besucherzähler oder Gästebuch. Auch komplette Webseiten mit Flash oder Photoshop gehören der Vergangenheit an. Ein schlechtes Design hat kein Konzept, ist unübersichtlich und uneinheitlich. Unpassende Bilder oder schlechte Bildqualität gehören nicht auf eine professionelle Website.

Frames

Frames waren früher beliebte Gestaltungselemente einer Website. Die Webseite bestand aus verschiedenen Frames (Rahmen oder Fenstern). Die Inhalte, die nicht in den Rahmen passten, wurden gescrollt. Im modernen Webdesign werden Frames nicht mehr eingesetzt, da sie zu unkorrekten Ergebnissen bei der Indizierung von Suchmaschinen führen, und die Anmeldung bei Social Media Anwendungen verhindern.

Die Einstiegs- oder Introseite

Die Introseite gehört, wie die Frames, der Vergangenheit an. Der heutige Internetnutzer möchte möglichst schnell an sein Ziel kommen und wartet nicht, bis die Seite automatisch weitergeleitet wird. Versteckte oder nicht vorhandene Skip-Buttons führen auch nicht schneller ans Ziel. Sehr beliebt war bei Intros auch nervige Musik mit Endlosschleife.

Spielereien

Alles, was vom Inhalt ablenkt, sollte vermieden werden, z.B. Pop ups und schnell wechselnde Bilder. Durchlaufende Bannertexte und Animationen gehören nicht auf eine professionelle Unternehmensseite.

Fehler beim Inhalt und Text

Content is King – auf den Inhalt kommt es an. Text ist wichtig, aber lange, schwer lesbare oder unverständliche Texte haben auf der Website nichts zu suchen. Auch sollten Sie Schachtelsätze und Aneinanderreihung von Schlüsselwörtern vermeiden. Lange Produktbeschreibung oder -erklärung sollten Sie auf separaten Unterseiten unterbringen. Der Text, die Bilder und Videos sollten einen Mehrwert enthalten.

Zu viel und unpassende Werbung

Es ist verlockend mit Werbeanzeigen auf der Website Geld zu verdienen. Es gibt auch verschiedene Werbemaßnahmen, die völlig in Ordnung sind. Störend wird es, wenn zu viel Werbung den eigentlichen Inhalt überdeckt, thematisch nicht zum Inhalt passt, ständig ein Fenster aufgeht oder kein Button zum Schließen vorhanden ist.

Manipulationen bei der Suchmaschinenoptimierung

Anwendung von Methoden unter Umgehung der offiziellen Richtlinien (Black Hat SEO), z.B. unsichtbare Texte. Die Suchmaschinenbetreiber bestrafen solche Websites mit Herabstufung der Platzierung. Komplette Websites mit Flash oder Photoshop sind nicht suchmaschinenfreundlich. Da der Text nicht gelesen werden kann, finden die Suchmaschinen nur eine leere Seite.

Fazit

Ein Selbständiger bzw. eine Firma benötigt heute einen professionellen Internetauftritt um für sich  zu werben. Das Werbemittel Website sollte heute in jedem Werbebudget berücksichtigt werden. Eine professionelle Website ganz ohne Vorkenntnisse zu erstellen, ist heutzutage nicht mehr möglich. Die beschriebenen Kriterien sollen Ihnen helfen, gute und schlechte Websites zu erkennen.

 Foto: Screenshot der „schlechtesten Website der Welt“

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Kategorie: Online Marketing, Webdesign

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Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter