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Ist Facebook die richtige Plattform für mein Unternehmen? (1)

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Jedes Unternehmen stellt sich die Frage: „Soll meine Firma in den Sozialen Netzwerken mitmachen oder nicht? Welches eignet sich für mich am besten?“ Facebook gehört zu den bekanntesten Sozialen Netzwerken. Seitdem es die Facebook Seiten gibt, ist es auch für Unternehmen attraktiv, hier vertreten zu sein.

Facebook ist aber nicht nur für große Firmen interessant, sondern auch für kleinere Unternehmen oder Selbstständige. Sie brauchen kein großes Marketingbudget, um eine Facebook Seite zu betreiben.

Über die Entscheidung für oder gegen Facebook, wie Sie eine Facebook Seite erstellen und starten, habe ich eine 4-teilige Artikelserie geschrieben.

Teil 1: Ist Facebook die richtige Plattform? – Überlegungen vor dem Start

Teil 2: Ohne Konzept geht es nicht – Vorbereitungen der Facebook Seite

Teil 3: Facebook Seite erstellen (Tutorial)

Teil 4: Die ersten Fans und Kommentare – Facebook Seite bekannt machen

Kommuniziere ich gerne?

Vor ein paar Jahren habe ich mir aus Neugierde ein Facebook Profil eingerichtet.  Als ich mich selbstständig machte, war es nur folgerichtig, dass ich mir auch, ohne groß zu überlegen, eine Facebook Seite zulegte. Heute würde ich das anders machen. Seit dem, habe ich viele Erfahrungen mit Facebook sammeln können. Inzwischen habe ich mir auch andere Soziale Netzwerke angesehen und überlegt, welche zu meinem Konzept passen.

Ich empfehle jedem Kunden sich vorher ein paar Gedanken zu machen, um dann die richtige Plattform auszuwählen. Es macht keinen Sinn ein Soziales Netzwerk zu wählen, mit der er oder seine Mitarbeiter, sich nicht identifizieren können. Wenn er bereits in anderen Netzwerken aktiv ist, stellt sich die Frage, ob eine zusätzliche Plattform sinnvoll ist. Ergänzt es die Aktivitäten oder bindet es nur Ressourcen ohne zusätzlichen Nutzen.

Wichtig ist, dass ich gerne kommuniziere. Eine Facebook Seite zu unterhalten, ist ein langfristiges Projekt. Ich muss das gerne tun, denn ich werde mindestens 2 – 3 mal pro Woche Beiträge schreiben. Praktisch bin ich jeden Tag auf Facebook, um nach den Kommentaren zu sehen und zu antworten. Die Fans erwarten eine schnelle Reaktion. Manchmal wünsche ich mir Kollegen zu haben, um sich in einem Team abzuwechseln.

Habe ich Angst vor negativen Kommentaren und warum? Wenn ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, muss ich mir überlegen, ob ich mich auf einen Dialog mit den Kunden einlasse.

Welches Thema sollen meine Beiträge haben?

Bevor ich mich entschließe eine Facebook Seite zu betreiben, stelle ich mir auch die Frage: Welche Beträge soll ich bringen? Welche Beiträge passen in mein Marketingkonzept.

Habe ich ein bestimmtes Thema für meine Facebook Seite? Will ich in den Beiträgen ein Produkt herausheben oder mich um den Service kümmern? Habe ich eine Botschaft? Welchen Mehrwert bieten meine Produkte oder Dienstleistung? Bieten Sie Anlass zur schlechten Kritik? Wenn ich eine schlechte Service Hotline habe, muss ich mit negativen Kommentaren rechnen. Ich habe aber auch die Chance, das mit meinen Beiträgen wieder auszubügeln.

Sind meine Kunden auf Facebook?

Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Bevor ich mich entschließe auf Facebook aktiv zu sein, muss ich mich fragen: Wo bewegt sich meine Zielgruppe?

Der einfachste Weg ist: Ich mache eine Kundenumfrage. Das Alter der Kunden ist nicht entscheidend.  Die Generation 50+ ist immer stärker im Internet unterwegs und sucht auch in den Sozialen Netzwerken nach Produktinformationen und Service.

Was machen meine Mitbewerber?

Ich google regelmäßig nach meinen Mitbewerbern. Sind sie auch auf Facebook aktiv? Welche Produkte präsentieren sie, welche Beiträge schreiben sie und wie oft. Ich schaue mir die Seiten genau an, dabei kommen mir neue Ideen. Ich beobachte die Kommentare und suche die Beiträge, die am meisten diskutiert werden.

Vertreiben Sie Produkte, die bereits auf Facebook aktiv besprochen werden? Schauen Sie nach wem die Seiten gehören, vielleicht ist eine Kooperation möglich.

Welche Ziele möchte ich verfolgen?

In einer Studie von BITKOM aus 2012 wurden Unternehmen nach der Beteiligung in Sozialen Netzwerken gefragt.

Die wichtigsten Ziele, die genannt werden, sind Bekanntheit steigern, Kundengewinnung und Kundenbindung. Welches Ziel möchte ich verfolgen? Eigentlich, alle drei. Ich entscheide mich für ein Ziel, das mir momentan am wichtigsten ist, und erstelle mir ein Konzept.

Die größten Irrtümer

Die Facebook Seite macht die Website überflüssig. In letzter Zeit höre ich öfters, dass eine Website überflüssig ist, wenn ich auf Facebook bin. Meiner Meinung nach ist das Unsinn. Es sind zwei verschiedene Formen der Außendarstellung, die sich ergänzen. Auf der Website präsentiere ich meine Firma, wie in einem Schaufenster. Auf Facebook kommuniziere ich mit meinen Kunden auf Augenhöhe.

Viele Fans sind für den Erfolg einer Facebook Seite wichtig. Das ist nur dann richtig, wenn das Ihr Ziel ist. Die Anzahl der Fans, sagt nichts über den Erfolg einer Seite aus. Schließlich sind Sie auf Facebook um einen Dialog mit Ihren Kunden zu führen. Schauen Sie sich die Seiten mit vielen Fans genauer an. Die Aktivität der Seite entspricht selten der Anzahl der Fans. Ausnahmen bilden nur die ganz großen Markennamen.

Es dauert nur ein paar Wochen, bis ich viele Fans habe oder die Seite sehr aktiv ist, und ich mehr Umsatz habe. Social Media, egal welche Plattform, braucht Zeit um sich zu entwickeln. Der Erfolg kommt nicht über Nacht. Es lohnt sich aber. Denken Sie langfristig, Sie bauen sich damit Kundenbindung auf, und gewinnen neue Kunden durch Empfehlungsmarketing.

Fazit

Erst, wenn ich mir überlegt habe, warum ich mich in den Sozialen Netzwerken einbringen soll, kann ich mich entscheiden, welche Plattform für mich geeignet ist.

Im Teil 2 geht es nächste Woche um die Vorbereitungen vor dem Start – Ohne Konzept geht es nicht.

 Foto: ©peshkova – Fotolia.com

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Kategorie: Social Media

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Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter