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Cookies – was wissen Sie über Kekse?

Cookies

Es wird viel über Cookies gesprochen, ich meine jetzt nicht die Kekse zum Kaffee oder Tee, sondern die Cookies im Internet. Es wird darüber diskutiert, wie gefährlich sie sind, dass sie uns ausspionieren und am besten sollten wir alle Cookies löschen. Cookies – Was wissen Sie über Kekse? Sind Cookies wirklich so gefährlich? Wozu braucht man Cookies, geht es nicht auch ohne?

Ja, das Internet würde auch ohne Cookies funktionieren. Wir müssten dann allerdings unsere Surfgewohnheiten total ändern. Auch das Einkaufen im Internet, so wie wir es kennen, würde nicht mehr funktionieren. Sind Cookies nun gut oder böse?

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Textdateien, die beim Aufruf einer Webseite gesetzt werden und die der Webbrowser speichert. Sie enthalten Informationen über besuchte Webseiten. Diese Dateien protokollieren z.B., wie oft eine Seite von Ihnen besucht wurde. Diese Informationen werden archiviert, solange diese Datei gültig ist.

Jede Datei enthält ein Gültigkeitsdatum. Es gibt Cookies, die bis Ende der Sitzung gelten und Cookies, die ein paar Tage, Wochen, Monate oder Jahre gelten. Nach Ablauf werden die Cookies automatisch gelöscht.

Cookies sind keine Programme und können keine Daten vom Computer auslesen.

Welche Cookies gibt es?

Man unterscheidet zwischen Erstanbieter und Drittanbieter Cookies. Die Erstanbieter Cookies, werden von den Webseiten gesetzt, die Sie tatsächlich besuchen und enthalten nützliche Informationen.

Die Drittanbieter Cookies, werden ungebeten von Webseiten gesetzt, die Sie nicht besucht haben. Diese Cookies werden meistens über Werbung und Fotos auf Ihrem Browser hinterlassen, ohne dass Sie diese Webseite besucht haben. Diese Cookies können Sie gefahrlos blockieren und löschen.

„Böse“ Cookies

Normalerweise sind Cookies harmlos, wenn es sich um HTML-Cookies handelt. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass Cookies Schad- oder Spionagesoftware platzieren können. Dabei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Flash- oder Java-Cookies. Eine seriöse Website wird das nicht tun.

Folgende Cookies werden Sie in der Liste ihres Browser vergeblich suchen:

  • Flash-Cookies – werden über Adobe Flashplayer eingeschleust
  • Silverlight-Cookies -Silverlight ist ein „Flashplayer“ von Microsoft, spielen in der Werbung kaum eine Rolle
  • Java-Cookies – werden über JavaScript platziert, spielen in der Werbung kaum eine Rolle

Flash- und Silverlightcookies können über die Festplatte des PC gelöscht werden. Sie benötigen dazu Administratorrechte und Vorkenntnisse, um die richtigen Dateien zu löschen.

Java-Cookies sind die eigentlichen Übeltäter, die Schad- und Spionagesoftware platzieren können. Verhindern kann man dies nur, wenn JavaScript ausgeschaltet wird. Das Problem ist: Wenn Sie JavaScript ausschalten, werden die meisten Websites unbrauchbar.

Wozu braucht man Cookies?

Die meisten Cookies werden zur Analyse der Webseite und zum Speichern von Log-in-Informationen während einer Sitzung gesetzt. Diese Informationen dienen zur Identifizierung des Nutzers. Sie können ausprobieren, was passiert, wenn Sie eingeloggt sind und die Cookies löschen.

Alle kennen die Funktion „eingeloggt bleiben“, die so lange funktioniert, bis die Chronik gelöscht wird. Ohne Cookies wäre das nicht möglich. Die Cookies sorgen dafür, dass Sie sich bequem und schnell auf einer Website zurechtfinden. Sie werden namentlich begrüßt, erhalten individuelle Angebote etc.

Die Analyse einer Webseite ist eine zweischneidige Sache. Zum einen möchte man seine Surfgewohnheiten für sich behalten, anderseits möchte man wissen, wie viele Besucher den eigenen Blog bzw. Website besuchen. Für Webshops sind diese Analysen wichtig, um Produkte richtig zu präsentieren und den Einkauf schnell und einfach abwickeln zu können. Das sogenannte Tracking kann man im Browser ausschalten.

Ich als Blogger möchte wissen, wie viele Besucher mein Blog hat, welche Beiträge der Besucher attraktiv findet und welche Themen uninteressant sind. Anhand dieser Informationen kann ich die zukünftigen Themen und Beiträge planen. Ich möchte auch wissen, woher meine Blogleser kommen, um meine Marketingstrategie gezielt ausrichten zu können. Kommen meine Leser über die Domain, Suchmaschinen oder Social Media? Die bekanntesten Tools zur Website-Analyse sind Google Analytics und Piwik.

Haben Sie einen Blog oder eine Website?  Schauen Sie sich an, ob ihre Website Cookies setzt. Weisen Sie in der Datenschutzerklärung auf Cookies hin.

Verwalten von Cookies

Die gesetzten Cookies kann man sich im Browser ansehen und verwalten. Jeder Browser bietet diese Einstellungen an, benennt und verarbeitet sie jedoch anders. Die Webbrowser haben eine Cookie-Datenbank, in der die Informationen gespeichert werden. Diese werden beim nächsten Besuch aufgerufen. Sind keine Cookies vorhanden, werden sie beim nächsten Programmstart neu gesetzt.

Sie können selber bestimmen, ob Sie Cookies zulassen oder nicht. Sie können auswählen, welche Sie haben möchten und welche nicht. Sie bestimmen, wie lange diese Dateien gültig sind.

Im Internet Explorer gehen Sie dazu auf Einstellungen –> Internetoptionen –> Datenschutz –> Erweiterte Einstellungen.

In Chrome gehen Sie auf Einstellungen –> Datenschutz –> Inhaltseinstellungen.

In Firefox gehen Sie auf (Extras) –> Einstellungen –> Datenschutz.

EU-Richtlinie

Seit Dezember 2009 gibt es eine EU-Richtlinie zu Cookies, die die Einwilligung des Website Besuchers verlangt. In Deutschland wurde die Richtlinie bislang nicht umgesetzt. Andere EU-Länder haben unterschiedliche Lösungen gewählt. Grundsätzlich gibt es die opt-in oder opt-out Lösung.

opt-in
Der Benutzer muss ausdrücklich zustimmen, dass Cookies gesetzt werden dürfen.
opt-out
Cookies können gesetzt werden, solange nicht widersprochen wird.

Angesichts der unübersichtlichen Rechtslage empfehlen Fachanwälte eine opt-in Lösung, also die Zustimmung des Benutzers. Wie kann ich das umsetzen?

Fazit

Cookies sind hilfreich, um bequemes Surfen zu ermöglichen. Blogger und Websitebetreiber können ihre Seiten besser analysieren. Jeder kann selber bestimmen, ob er Cookies zulässt oder nicht. Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Cookies.

Foto: © Maris Kiselov – Fotolia.com

Kategorie: Allgemein, Tutorial

von

Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter