Nischenseiten Challenge, Tutorial

Was macht meine Nischenseite? – Rückblick Nischenseiten Challenge 2014

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Aktualisiert am

Wie die Zeit vergeht! Es ist fast 1 Jahr her, seit ich an der Nischenseiten Challenge 2014 teilgenommen habe. Ich nahm mir immer wieder vor, Zwischenberichte zu schreiben, aber wie das halt so ist. Inzwischen ist die diesjährige Nischenseiten Challenge 2015 an den Start gegangen. Ich werde dieses Jahr nicht an der Challenge teilnehmen. Mir fehlt schlicht und einfach die Zeit, denn die ersten 4 Wochen sind recht zeitintensiv. Informationen und Teilnehmer Reports sind auf Nischenseiten-Guide zu finden.

Während der NSC 2014 entstand meine Website Pasta selber machen. Ich hatte von Anfang an die Absicht, die Seite weiterzuführen, egal, ob mit oder ohne Einnahmen. Ich wollte bei der Challenge vor allem lernen, wie eine Nischenseite aufgebaut wird. Das war meine Wochenplanung bei der Nischenseiten Challenge 2014.

„Durch den persönlichen Blogcharakter möchte ich mich von der Konkurrenz der Zeitschriften absetzen. Schon während der Recherche war mir klar, dass das keine passive Website wird.“

Pasta selber machen nach der Challenge

Nach der intensiven Arbeit während der Challenge, kam im Sommer das Motivationsloch. Eigentlich hätte ich noch mehr Produktseiten veröffentlichen müssen, um die Entwicklung der Website zu beschleunigen. Irgendwie war die Luft raus. Ab September fing ich wieder an, regelmäßige Inhalte zu erstellen. Im Januar und Februar hatte meine Seite „Winterpause“, meine Zeit habe ich in ein anderes Projekt investiert. Es ist schön zu sehen, dass sich eine Pause weder bei den Besucherzahlen noch bei den Einnahmen negativ auswirkt.

Im Herbst wollte ich mich nach weiteren Partnerprogrammen und Kooperationen umsehen. Als ich jedoch feststellen musste, dass meine Website kopiert wurde, habe ich das Vorhaben auf Eis gelegt. Die andere Domain wurde bereits im Juli 2014 angemeldet und nur durch Zufall habe ich es gemerkt. In dem Betrag Ganzer Blog kopiert – was nun? habe ich darüber geschrieben. Ich habe sogar kurzfristig darüber nachgedacht, die Website aufzugeben.

Wie hat sich die Website entwickelt?

Während der Challenge waren die Besucherzahlen recht niedrig. Im Spätsommer gingen die Zahlen endlich nach oben und im Dezember haben sich die Besucherzahlen fast verdreifacht. In der Grafik ist die Entwicklung deutlich zu sehen.

Entwicklung der Besucherzahlen, Stand: 20.02.2015

Grafik Besucherzahlen

Besucherzahlen April 2014 – Februar 2015

An den folgenden Zahlen sieht man, dass meine Seite überwiegend über mobile Geräte genutzt wird. Eine responsive Website ist heute ein Muss. Von den mobilen Geräten sind ca. die Hälfte Tablets. Etwa 2/3 der Verkäufe werden über Desktop abgewickelt. Das mag vor allem daran liegen, dass einige Amazonwidgets auf mobilen Geräten nicht angezeigt werden.

Zeitraum Nutzer Seitenaufrufe Desktop Mobile Geräte
Q2 2014 864 1.162 978 184
Q3 2014 2.134 2.491 1.437 1.054
Q4 2014 9.123 11.486 5.340 6.146
Q1 2015 12.267 16.031 6.277 9.754

Mit den steigenden Besucherzahlen kommen leider auch, die mehr oder weniger seriösen, Anfragen für Backlinks.

Woher kommen die Besucher?

Grafik Channels

Besucher April 2014 – Februar 2015

Ab Juli 2014 hatte ich mehr Besucher über die Suchmaschinen, als direkte Besucher. Ab August 2014 ist über 60% aller Besucher über Google gekommen.

In letzter Zeit hat der Anteil an Refferal-Spam deutlich zugenommen. Ich versuche, das in Grenzen zu halten. In meinem Artikel zum Jahresrückblick 2014 habe ich dazu ein paar Worte geschrieben.

Entwicklung Social Media

Bereits in der 3. Projektwoche habe ich eine Facebook Seite erstellt und in der 5. Projektwoche die Google+ Seite. Die Website verknüpfte ich mit meinem Google+ Account, als Bestätigung, dass ich der Autor der Website bin. Für die Google-Suche war es wichtig, als Autor und Publisher der Seite aufzutreten. Inzwischen sind die Autorenbilder aus der Suche verschwunden.

Beide Seiten haben wenig Fans bzw. Follower. Bei Facebook werden FB-Seiten, die mir folgen nicht angezeigt. Es kommen mehr Besucher, als ich Fans habe, über Social Media auf die Website. Ich würde mir mehr Fans und Interaktion auf den Seiten wünschen. Dazu müsste ich regelmäßig und öfters posten. Ich merke sofort, ob ich auf den Kanälen aktiv war oder nicht.

Ob es sich bei einer Nischenseite lohnt, Social Media einzusetzen, hängt sicherlich vom Produkt ab.

Die beliebtesten Seiten

Die beliebtesten Seiten sind mit Abstand die Pastateig-Rezepte, gefolgt von Rezepte A – Z und Tipps. Den Pastamaschinen Einkaufsratgeber habe ich erst Anfang Dezember geschrieben und seitdem wandert er in den Top Ten stetig nach oben. Bei den Rezepten ist das Originalrezept für „Ragú alla bolognese“ der absolute Hit.

Ich setzte von Anfang an auf Longtailkeywords. Die meisten Rezepte haben ein Longtailkeyword im Titel. Mit den Rezepten wollte ich mehr Besucher auf die Website bringen. Interne Verlinkung sorgt dafür, dass die Besucher auf die Produktseiten kommen.

Monetarisierung

Mit dem Abschluss der Challenge habe ich zwar nur ein paar Euro „verdient“. Viel wichtiger war die Erkenntnis, dass es funktioniert. Ich setze von Anfang an, das Amazon Partnerprogramm ein.

Es waren noch andere Partnerprogramme und Kooperationen vorgesehen. Nach der Entdeckung meines Blogklons, habe ich darauf verzichtet. Nach den gemachten Erfahrungen anderer betroffener Blogger, die andere Affiliateprogramme nutzen, bin ich total verunsichert. Die Kopie wird momentan nicht angezeigt, die Domain existiert noch. Das Amazon Partnerprogramm finde ich relativ sicher.

Ausgaben und Einnahmen

Die Kosten liegen für den gesamten Zeitraum unter 100 €. Ich habe auf kostenlose Tools gesetzt. Zu den Ausgaben zählen Hosting, ein paar Fotos, ein Buch über das Fotografieren von Foodfotos und ein Stativ für meine Kamera. Fotos habe ich nur in der Startphase der Website gekauft und verwende jetzt nur noch eigene Fotos und von Amazon bereitgestellte Produktfotos. Die Lebensmittel rechne ich nicht dazu, da ich sowieso kochen würde. Die vorgestellten Küchenhelfer besaß ich schon vorher oder hätte ich mir auch ohne den Blog gekauft.

Einnahmen: Als „gebranntes Kind“ werde ich hier keine Zahlen nennen. Die meisten der vorgestellten Produkte bewegen sich zwischen 30 € – 100 €. Mit weiteren Produktseiten und steigenden Besucherzahlen nahmen die Verkäufe zu. Die Conversion kann sich mit 1,79% in Q4 2014 und 2,42% in Q1 2015 sehen lassen. Ich profitiere von den geänderten Provisionszahlungen von Amazon, statt 5% bekomme ich jetzt 7% Provision. Bei „Fremdprodukten“ sind die Provisionen teilweise höher.

Arbeitszeit

Nach der Challenge habe ich die Zeit nicht mehr aufgeschrieben. Der investierte Zeitaufwand beinhaltet das Schreiben von Beiträgen, gelegentliche Blogpflege und Auswertung von Statistiken. Bei einem Foodblog ist das Kochen etwas aufwendiger. Ich muss die Beiträge anders planen, wie sonst. Das Schreiben von Rezepten wird mit der Zeit einfacher und geht schneller von der Hand. Ohne die Rezepte und damit mit weniger Zeitaufwand würde die Seite aus heutiger Sicht wahrscheinlich genauso funktionieren.

Was möchte ich zukünftig mit meiner Seite erreichen?

„Pasta selber machen“ ist eine Mischung aus Website und Blog. Ich werde weiterhin regelmäßig Beiträge schreiben und Produkte vorstellen. Meine treuen Leser warten auf neue Pasta Rezepte und interessante Artikel über Pasta. Ich möchte E-Books mit Rezepten anbieten. Weitere Partnerprogramme und Kooperationen sollen folgen.

Fazit

An der Entwicklung von Pasta selber machen ist deutlich zu sehen, dass die Website Zeit für ihre Entwicklung gebraucht hat. Es ist keine reine Nischenseite aber auch kein „richtiger“ Blog. Während der Nischenseiten Challenge 2014 habe ich jede Menge gelernt. Hätte ich ohne diese Challenge einen Foodblog gestartet? Wahrscheinlich nicht, obwohl ich schon mit dem Gedanken gespielt habe. Während der Challenge war ich gezwungen disziplinierter zu arbeiten und hatte keine Zeit nachzudenken, ob ich neben den anderen Foodblogs bestehen kann. Ich werde sicherlich mit dieser Website nicht reich werden. Regelmäßige Blogeinnahmen mit Potenzial nach oben bietet diese Seite auf jeden Fall.

Die Nischenseiten Challenge 2014 war für mich persönlich ein Erfolg. Ich habe jede Menge gelernt, der Austausch mit den anderen Teilnehmern war hilfreich und wichtig. Einige Kontakte blieben auch nach der Challenge bestehen.

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Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter