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Cookies und die EU-Richtlinie

Cookies-EU

Aktualisiert am

In letzter Zeit haben immer mehr Blogs oben auf der Startseite einen dicken Balken mit einem Text und einem Button, der Sie auffordert, der Verwendung von Cookies zuzustimmen. Das haben Sie bestimmt schon gesehen. Hat das Ihr Blog auch?

Es ist nichts Neues, dass Cookies in Deutschland den datenschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegen. Ein Hinweis auf Verwendung von Cookies gehört deshalb in jedes Impressum bzw. in eine Datenschutzerklärung, wie gehabt. Warum also soll eine Website, extra eine Zustimmung verlangen? Der Grund dafür ist die EU-Richtlinie.

Sie betreiben einen Blog? WordPress & Co setzen immer Cookies. Haben Sie daran gedacht?

EU-Richtlinie

Seit Dezember 2009 gibt es eine EU-Richtlinie zu Cookies, die die Webnutzer vor Datensammlern schützen möchte. Der Webnutzer soll deshalb in die Verwendung von Cookies einwilligen. Wenn Sie probeweise ihren Webbrowser so einstellen, werden Sie feststellen, dass Sie nur noch am Klicken sind. Deshalb muss eine andere Lösung her. Die Zustimmung soll für die gesamte Website gelten. In Deutschland wurde die Richtlinie bislang nicht umgesetzt. Andere EU-Länder haben unterschiedliche Lösungen gewählt. Grundsätzlich gibt es die opt-in oder opt-out Lösung.

opt-in
Der Benutzer muss ausdrücklich zustimmen, dass Cookies gesetzt werden dürfen.

opt-out
Cookies können gesetzt werden, solange nicht widersprochen wird.

In Deutschland wird die opt-in Lösung bevorzugt. Wie diese Lösung aussehen soll und wann sie verbindlich in Kraft treten soll, ist nicht bekannt. Angesichts der unübersichtlichen Rechtslage empfehlen Fachanwälte eine opt-in Lösung, also die Zustimmung des Benutzers.

Meine Lösung

  • Impressum / Datenschutzerklärung
  • opt-in Lösung im Blog

In meiner Datenschutzerklärung habe ich den Hinweis auf Cookies schon länger. Im Internet gibt es kostenlose Impressum Generatoren, die ein individuelles Impressum und Datenschutzerklärung erstellen. Ein Impressum benötigen auch private Websites und Blogs, die Cookies, Google Analytics oder andere Webanalysesoftware einsetzen. Haben Sie eine Facebook-, GooglePlus oder eine andere Social Media Seite? Dann benötigen Sie ebenfalls ein Impressum inkl. Datenschutzerklärung.

Für die Umsetzung des opt-in habe ich mich für den Text als Balken oben auf dem Blog, mit Aufforderung einer Zustimmung zu Cookies, entschieden. Zusätzlich habe ich einen Link zur Datenschutzerklärung.

WordPress

WordPress bietet verschiedene Plugins zur Umsetzung der opt-in Lösung. Ich habe mich für das Plugin Cookie Notice entschieden, weil ich den Balken passend zum Blog wählen kann.

Die Installation ist denkbar einfach. Unter Plugins installieren, geben Sie in das Feld „Plugins suchen“ Cookie Notice by dFactory. Mit einem Klick installieren Sie das Plugin, mit einem zweiten Klick aktivieren Sie es. Anschließend können Sie noch Einstellungen unter Einstellungen –> Cookie Notice vornehmen.

Zuerst habe ich den englischen Text durch einen deutschen Text ersetzt und den Zustimmungsbutton neu beschriftet. Mehr brauchen Sie nicht einzustellen. Beim zweiten, optionalen Button Erfahren Sie mehr habe ich ein Link zu meiner Datenschutzerklärung gesetzt.

Unter Design können Sie den Balken ihrem Blog anpassen. So können Sie Farben für den Balken und den Text wählen, die Position und Art des Balkens bestimmen.

Plugin Cookie-Notice

So sieht es dann aus

Fazit

Angesichts der unübersichtlichen Rechtslage empfehlen Fachanwälte eine opt-in Lösung, also die Zustimmung des Benutzers.

Ich bin kein Rechtsanwalt und dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Ich zeige lediglich auf, wie ich auf meinen Websites Impressum und Datenschutzrichtlinien umsetze.

Foto: © Kimberly Reinick – Fotolia.com

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