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Die besten Tipps zur Blogpflege auf einen Blick

Blogwartung

Die meisten Bloganfänger haben falsche Vorstellungen vom Alltag eines Bloggers. Einen Blog erfolgreich zu betreiben ist mehr, als nur Artikel und Beiträge zu schreiben. Bloggen ist ein ständiger Prozess. Bloggen kostet Zeit, die von vielen Bloganfängern nicht gesehen wird.

Zum erfolgreichen Bloggen gehört die Blogpflege und Optimierung. Sie sind ein fester Bestandteil des Bloggeralltags. Ein Blog muss technisch einwandfrei funktionieren und leserfreundlich sein. Damit er in den Suchmaschinen gefunden wird, muss der Blog immer wieder optimiert werden.

Was gehört alles zur Blogpflege? In diesen Beitrag erfährst du, was du tun musst und warum. Wenn du nur wenig Zeit hast, such dir einen Mitstreiter oder einen zusätzlichen Administrator, an den du einige Arbeiten abtreten kannst. Führe nur die Wartungsarbeiten durch, die du selbst beherrschst, sonst kann viel zu viel schief gehen.

Kommunikation – schnelle Reaktion, am besten täglich

Kaum jemand betreibt seinen Blog nur für sich selber. Das bedeutet, dass die Kommunikation, neben dem Schreiben von Blogbeiträgen, das Wichtigste im Leben eines Bloggers ist. Deine Leser und die Community erwarten eine schnelle Reaktion von dir. Das heißt, dass du dich am besten jeden Tag um deinen Blog kümmern solltest.

Am Anfang ist es wichtig, Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Mit der Zeit kommen dann die E-Mails dazu. Leider gehört auch Spam zum Bloggeralltag. Kommentarspam lässt sich gut mit dem Plugin AntiSpam Bee in den Griff bekommen. Das Plugin sollte in jedem WordPress-Blog installiert sein.

Die wichtigsten Aufgaben sind:

  • Kommentare moderieren
  • E-Mails beantworten
  • Kontakte aufbauen und pflegen
  • Social Media
  • Feedback auswerten
  • Spam löschen

Blogbeiträge und wichtige Seiten

Der Zeitaufwand für die Pflege der Bloginhalte hängt davon ab, wie oft du bloggst. Mit einem Beitrag pro Woche hast du weniger Arbeit, als wenn du täglich Beiträge schreibst. Die folgenden Arbeiten solltest du monatlich, aber mindestens ein Mal pro Quartal, erledigen.

Das Wichtigste ist die Aktualität deiner Artikel. Die Leser können in den meisten Fällen nicht unterscheiden, ob die Infos richtig oder falsch sind.

Eine wichtige Arbeit ist die Pflege deiner Themenliste. Wie du dir das organisierst, ist im Prinzip egal, Hauptsache ist, dass du damit zurechtkommst. Ich selber arbeite mit einem Redaktionsplan, den ich mir im Laufe der Zeit erarbeitet habe. Wie mein Redaktionsplan aussieht und warum auch du einen führen solltest, erfährst du in meinem Artikel „Zeitersparnis durch Planung – der Redaktionsplan“.

Die wichtigsten Tipps für deine Bloginhalte:

  • Aktualität: Alte Artikel aktualisieren, falls die Infos nicht mehr stimmen. Die Artikel nicht löschen, sondern ergänzen. Gegebenenfalls das Thema nochmals aufgreifen. (1 x Quartal).
  • Themenliste planen und aktualisieren, z.B. mit Hilfe von Brainstorming und Webrecherche.
  • Bestehende Themen ausweiten, damit erzielst du einen Mehrwert für deine Leser.
  • Neue Ideen umsetzen. Eventuell neue Themen aufnehmen.
  • Autorenprofil und die „Über mich Seite“ aktualisieren.
  • Eine Liste der Artikel in einer „Archiv“- Seite thematisch passend zusammenfassen.
  • Nicht mehr benötigte Entwürfe löschen.
  • Impressum und rechtliche Infos überprüfen.

Technische Blogwartung

Bei einem Auto ist eine Wartung und Inspektion selbstverständlich. Auch ein Blog bedarf einer Wartung, damit er einwandfrei funktioniert. Die Blogsoftware wird weiterentwickelt und es werden neue Updates angeboten. Außerdem sammelt sich mit der Zeit „Müll“ an. Daher sollte man seinen Blog von Zeit zu Zeit aufräumen.

Funktioniert wirklich alles? Teste von Zeit zu Zeit die Formulare und Links. Es liegt in der Natur der Sache, dass einige verlinkte Websites nicht mehr existieren. Um sicher zu gehen, dass die Links immer funktionieren, gibt es ein Plugin. Das Plugin Broken Link Checker spürt die toten Links automatisch auf.

Die wichtigsten Arbeiten sind:

  • Regelmäßige Updates von WordPress, Plugins und Themes. Mit den Updates werden oft Sicherheitslücken geschlossen. Die verfügbaren Updates werden im Dashboard angezeigt.
  • Regelmäßige Backups der Datenbank und der Dateien. Die Datenbank am besten täglich, die Dateien wöchentlich sichern. Für WordPress gibt es z.B. das Plugin BackWPup. Warum ein Backup wichtig ist? Grundlagen der Datensicherung.
  • Nicht genutzte Plugins löschen.
  • Revisionen löschen, sie sind ein unnötiger Ballast.
  • Formulare testen und nicht funktionierende Links bearbeiten.
  • In verschiedenen Browsern testen.
  • In der Search Console (früher Google Webmaster Tools) Crawlingfehler beheben und Indexierung prüfen.
  • Mediathek überprüfen. Sind die Fotos noch in Ordnung? Was nicht gebraucht wird, löschen. Keinen unnützen Ballast mitschleppen.

Marketing und SEO

Kaum ein Blogger betreibt seinen Blog nur für sich selber. Ein Blogger schreibt für seine Leser, die er für seinen Blog begeistern möchte. Ein Weg führt über die Suchmaschinen, der andere über Social Media. Ich will an dieser Stelle nicht über die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Marketing schreiben.

Ich möchte nur kurz die wichtigsten Punkte ansprechen:

  • Kommunikation incl. Social Media
  • Marketingmaßnahmen on- und offline
  • SEO beachten aber nicht übertreiben. Sehr hilfreich und gut ist das Plugin Yoast SEO, das ständig aktualisiert wird.
  • Eine interne Verlinkung der Beiträge und Seiten. Eine externe Verlinkung von Websites.
  • Statistikauswertungen der Besucherzahlen und der veröffentlichten Beiträge. Kostenlose und gute Tools sind Google Analytics und Piwik.

Optik und Konzept

Der Leser steht im Vordergrund, er soll sich auf dem Blog wohlfühlen und möglichst lange bleiben und gerne wiederkommen. Inhalte sind wichtig, aber genauso wichtig ist die Bedienbarkeit der Website (Usability) und ein ansprechendes Design. Gut funktionierende Navigation und gut lesbare Schrift. Design, Funktion und Konzept müssen stimmig sein. Ein Blog verändert sich mit der Zeit und der Blog sollte den neuen Anforderungen angepasst und optimiert werden.

Blog optimieren und weiterentwickeln:

  • Design und Funktion: Wie alt ist das verwendete Theme? Wann wurde es zuletzt aktualisiert?
  • Tags und Kategorien aktualisieren
  • Strategie und Ausrichtung prüfen.
  • Struktur des Blogs und Darstellung der Artikel prüfen
  • Navigation überprüfen, eventuell ergänzen oder streichen
  • Neues ausprobieren, z.B. Sidebar umstellen, experimentieren, was besser ankommt, aktualisieren, erweitern, Social Buttons wo anders hin platzieren.

Fazit

Blogpflege und Wartung sind wichtig und gehören zum Bloggeralltag. Der zeitliche Aufwand hält sich trotzdem im Rahmen, da die anfallenden Aufgaben, nicht alle auf einmal erledigt werden müssen, sondern sich gut über einen bestimmten Zeitraum verteilen lassen.

Werden die Arbeiten jedoch vernachlässigt, rächt sich das mit der Zeit. Gute Inhalte allein reichen nicht aus, um einen erfolgreichen Blog zu führen.

Foto: ©joannis konnadeas – Fotolia.com

Kategorie: Bloggen

von

Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter

7 Kommentare

  1. Hallo Kristina,

    sehr schöne Zusammenstellung. Es ist gut, das du hier zeigst, dass Bloggen nicht nur aus dem Schreiben neuer Beiträge besteht.

    Ein bisschen was sparen kann man sich durch die Wahl des Hosters. Nicht wenige erledigen die Updates von WordPress und sogar der Plugins inzwischen. Oder sie machen Backups – was mir besonders sympathisch ist.

    Wer öfter den Content aktualisierst, kann diesen Tipp vielleicht brauchen: Schreibe bei statistischen Werten und Zahlen immer das Datum dazu. Dann fällt es leichter, diese später aktuell zu halten.

    • Hallo Sven,

      freut mich, dass die meine Zusammenstellung gefällt.
      Stimmt, inzwischen gibt es Hoster, die Updates automatisch durchführen. Ich finde, es gehört in die Liste mit rein, da viele Blogger Updates und Backups vernachlässigen.

      Wo habe ich vergessen, das Datum dazu zu schreiben?

      Viele Grüße
      Kristina

  2. Ja klar, es gehört da rein. Die Automatik ist ja keineswegs selbstverständlich. Ich wollte auch nur sagen, dass man sich die Mühe sparen könnte, wenn man einen Hoster mit gutem Service wählt.

    <Wo habe ich vergessen, das Datum dazu zu schreiben?

    Nirgendwo. Das war komplett anders und als allgemeiner Tipp gemeint … wenn man halt statistische Daten und Zahlen im Posting stehen hat.

    • Hallo Sven,

      ist schon praktisch, wenn der Hoster einige Aufgaben übernimmt. Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass man alles selber machen muss. Der Blogger sollte aber wissen, welche Aufgaben es gibt und worauf er achten sollte.

      Sorry, das kam als Tipp bei mir nicht so ganz rüber. Klar ist es wichtig, das Datum dazu zu schreiben. Genauso, wie jeder Beitrag ein Datum haben sollte. Leider halten sich nicht alle Blogger daran. Bei SEO kann das fatale Folgen haben, wenn man veraltete Tipps umsetzt. 😉

      Viele Grüße
      Kristina

  3. Alex L sagt

    Hi Kristina,
    ich wühle gerne in den Basics für WordPress herum und lasse mir zeigen, ob ich etwas noch nicht richtig mache oder stets auslasse. Nach diesem Artikel ist es so, dass ich all das mehr oder weniger regelmässig mache. Updates für WordPress und andere CMS-Projekte sind das A und O für mich und da wird sich in jedem Falle Zeit für genommen.

    Backups hat mein Webhoster auf einer separaten Festplatte, sodass ich tägliche oder je nachdem wöchentliche Backups haben kann. Einmal gab es auch einen Virus, ausgerechnet in dem Account mit den meisten CMS-Installationen. Also was tun, das Virus wanderte im Laufe der Zeit von einer CMS-Installation zu der anderen und ich musste den Account von allem befreien und alles neu installieren. Puh…war es ein grosses Stück Arbeit, aber ich habe das Virus-Problem hoffentlich nun dauerhaft gelöst.

    Damit möchte ich sagen, datet eure WordPress-Installation immer zeitnah up. Es zahlt sich vollkommen aus am Ende des Tages.

    Social Share Buttons sind bei mir präsent, da ich selbst welche Social Accounts habe und eben diesen Post in Twitter teilte 😉 Vielleicht beschert es dir ein paar neue Leser aus meiner Timeline.

    • Hallo Alex,

      das wäre schön, wenn alle Blogger ihre Blogs zeitnah aktualisieren würden. Vor allem wird die Bedeutung der Backups sehr unterschätzt. Du als alter Hase achtest du natürlich darauf.

      Danke fürs Twittern.
      LG
      Kristina

  4. Pingback: Blog-Kommentarere-Runde mit Internetblogger.biz

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