Themes, WP-Basics

Was ist ein WordPress Theme?

WordPress Themes

Für erfahrene WordPress Nutzer ist Theme ein geläufiger Begriff. Ein WordPress Neuling, der bald auf diesen Begriff stößt, kann sich jedoch unter dem Begriff Theme nicht viel vorstellen. Deswegen bleiben viele WordPressanfänger bei dem vorinstallierten Standardtheme.

Dieser Artikel erklärt den Begriff Theme und beschäftigt sich mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum WordPress Theme.

Was ist ein WordPress Theme?

WordPress und Theme gehören untrennbar zusammen. Ein WordPress Blog bzw. eine WordPress Website funktionieren nur mit einem installierten Theme. WordPress ist ein sogenanntes Content Management System (CMS). Die Definition findest du im Glossar und weitere Infos dazu in dem Artikel Klassische Website oder ein CMS?

Du kannst es dir ganz einfach bildlich vorstellen: WordPress ist das Gebäude mit verschiedenen Räumen, das Inventar ist die Datenbank für die Inhalte und das Theme bestimmt das Aussehen des Gebäudes. Das Gebäude kann ein einfaches Einfamilienhaus sein, eine Villa oder ein Hochhaus. Das Haus kann in hellen Farben erstrahlen oder in einem tristen grau sein. Die Fenster können klein oder groß, mit Schnörkeln oder schlicht sein. Bei jeder Renovierung kannst du das Haus anders gestalten, unabhängig von der Einrichtung. Das Hausgerüst bleibt bestehen. Das heißt, das Gerüst und die Inhalte sind vom Design getrennt.

Eine WordPressinstallation enthält WordPressdateien, Themedateien, Bilder und eine Datenbank. Die Themedateien enthalten alle Informationen über das Aussehen der Website und zusätzliche Funktionen. Sie bestimmen die Anordnung der Texte und Bilder, Farben, Schrift etc. Sie bestimmen, ob der Blog eine Sidebar hat, wie der Footer aussieht, wo sich das Menü befindet und vieles mehr. Zusätzliche Funktionen wären beispielsweise ein Eventkalender oder ein Mitgliederbereich.

Warum gibt es ein Theme?

WordPress ist ein sehr beliebtes und weitverbreitetes CMS. Wäre die Struktur und das Design nicht getrennt, würden alle Websites gleich aussehen. Das ist nicht wünschenswert und wäre auch langweilig. Schließlich möchte jeder einen individuellen Webauftritt haben. Jede Branche stellt bestimmte Anforderungen an eine Webpräsenz. Die Website eines Fotografen benötigt ein anderes Design und Funktionen, als die Website eines Rechtsanwalts. Ein persönlicher Blog stellt andere Ansprüche, als ein Newsmagazin. Außerdem ist das Design Modeerscheinungen unterworfen. Wenn du ältere und moderne Websites vergleichst, siehst du, dass sich das Design mit der Zeit verändert hat.

Theme oder Template?

Diese beiden Begriffe sorgen für Verwirrung. Bei WordPress ist Theme das Design der Website. Template ist eine Schablone für das Aussehen einer WordPressseite. In einem Theme gibt es eine Standardseite und individuelle Seiten für bestimmte Anforderungen. Für diese individuellen Anforderungen wird ein Template erstellt. Templates haben ein eigenes Seitendesign und sind ein Teil des Themes.

In anderen CMS wird statt Theme der Begriff Template verwendet.

Standardthemes in WordPress

Jede Neuinstallation von WordPress enthält die WordPress eigenen Standardthemes, wobei jeweils das neueste Theme aktiviert ist. WordPress erstellt jedes Jahr ein neues Theme, das sich den modernen Anforderungen anpasst.

Mit der aktuellen WordPress Version 4.4.2.  4.7.2 werden 3 Themes ausgeliefert, wobei das Theme twentysixteen twentyseventeen aktiviert ist. (Februar 2017)

Themes installieren und verwalten

Die Verwaltung der Themes befindet sich im Dashboard Menü unter dem Punkt Design.

Screenshot Dashboard Menue Design

Dashboard Menü

Theme installieren

Unter Themes werden die Themes installiert, aktiviert bzw. gelöscht. Es werden jeweils, das aktive Theme und die aktuell installierten Themes angezeigt. Wegen einer besseren Performance empfiehlt es sich, die inaktiven Themes zu löschen, um keinen unnötigen Ballast mitzuschleppen.

Falls du noch nie ein Theme installiert hast, zeigt dir das neue Tutorial „WordPress Theme installieren“ ganz genau, wie es funktioniert. (Update 27.04.2016)

Generell solltest du dir eine Kopie des Originalthemes auf einem separaten Server hinterlegen. Genauso ratsam ist es, eine aktuelle Kopie des von dir angepassten Themes anzulegen.

Theme auswählen

Nimm dir Zeit, um das richtige Theme zu finden. Je weniger Kenntnisse du in HTML und CSS hast, desto mehr muss das gewählte Theme passen. Bedenke, dass dir dann nur die Standardanpassungen zur Verfügung stehen.  Zusätzlich kannst du die Widgets neu anordnen und verschiedene Plugins benutzen.

Bevor du einen Blog startest, mache dir Gedanken, welche Funktionen du brauchst und erst dann Gedanken über das Aussehen deines Blogs bzw. Website. Schau dir bei jedem Theme die Live-Demo an. In der Beschreibung kannst du die möglichen Anpassungen nachlesen. So kannst du schnell den Umfang der nötigen Änderungen feststellen und siehst, ob das Theme für dich das Richtige ist.

Theme anpassen

Jedes Theme bietet individuelle Anpassungen. Welche Anpassungen und Optionen möglich sind, ist jedoch von Theme zu Theme sehr unterschiedlich. Je professioneller das Theme, desto mehr Möglichkeiten zur Individualisierung werden angeboten.

Für weitere Anpassungen und Änderungen sind mindestens Kenntnisse in CSS nötig. Dafür reicht ein Plugin für ein benutzerdefiniertes CSS aus. Benötigst du noch zusätzliche Funktionen, als standardmäßig angeboten wird, stehen dir verschiedene Plugins zur Verfügung. In vielen Fällen ist jedoch ein Childtheme die besssere Lösung. Ein Childtheme ist ein von dir angelegtes Untertheme. Dafür benötigst du mindestens Kenntnisse in HTML und CSS, besser noch zusätzliche Kenntnisse in php und eventuell Javascript. Das bedeutet, dass dir als Anfänger nur die Standardanpassungen zur Verfügung stehen.

In dem von mir verwendeten Theme zuki von Elmastudio, wollte ich nur noch das Design etwas anpassen und habe das Plugin Simple Custom CSS installiert.

Größere Anpassungen und Änderungen solltest du am besten in einer Testumgebung durchführen. Wenn du dich näher mit WordPress beschäftigen möchtest, richte dir eine Testumgebung mit XAMPP (Windows) oder MAMP (Mac) ein. In dieser Testumgebung kannst du nach Herzenslust üben und testen.

Theme Editor

Der Editor ist zum schnellen Bearbeiten der Themedateien. In einigen WordPressinstallationen ist der Editor vom Administrator deaktiviert und wird dem normalen Benutzer nicht angezeigt. Änderungen an Originaldateien durchzuführen, ist nicht ungefährlich. Schon kleine Änderungen können zum unerwünschten Verhalten führen. Abgesehen von den erforderlichen Kenntnissen in HTML und CSS, gehen die Änderungen bei einem Theme Update verloren.

Theme Update

WordPress wird ständig aktualisiert und du solltest immer die neueste Version benutzen. Ein Theme wird mit einer bestimmten Version von WordPress weiterentwickelt. Damit alles mit den neuen Versionen einwandfrei funktioniert, sind von Zeit zu Zeit auch Änderungen am Theme nötig.

Wenn zu einem Theme Update angeboten wird, solltest du dein Themes schnellstmöglich aktuallisieren. Vorher auf jeden Fall eine Datensicherung durchführen. Denke daran, Änderungen, die du an Originaldateien gemacht hast gehen verloren!

Theme wechseln

Die Trennung von Inhalten und Design macht es möglich, ein einmal ausgewähltes Theme zu wechseln. Um Missverständnissen vorzubeugen, man kann nicht einfach zwischen verschiedenen Themes hin und her switchen, um sich dann für eines zu entscheiden. Du solltest dir ein Themewechsel vorher gut überlegen.

Wird ein Theme deaktiviert, gehen alle gemachten Anpassungen und Änderungen verloren. Jede erneute Themeinstallation benötigt neue Anpassungen.

Bevor du dich aber entschliesst, ein Theme auszutauschen, solltest du auf jeden Fall ein komplettes Backup machen und alle Dateien auf einem separaten Server sichern. Dir sollte klar sein, dass jedes Theme anders reagiert und es unangenehme Überraschungen geben kann. Ich kann dir nur raten, ein neues Theme in einer Testumgebung auszuprobieren, bevor du es online stellst.

Was es alles beim Themewechsel zu beachten gibt, werde ich in einem separaten Artikel zusammenfassen.

Kostenlose oder kostenpflichtige Themes?

Wie schon erwähnt ist WordPress eine sehr beliebte Software und dementsprechend werden unzählige kostenlose und kostenpflichtige Themes angeboten.

Das Angebot der Themes reicht von seriösen Agenturen bis zu „selbst gestrickten“ Themes. Die Qualität der angebotenen Themes ist sehr unterschiedlich. Deshalb, ist es für einen WordPress Neuling sehr wichtig, dem Themeanbieter zu vertrauen. WordPress selber bietet neben den Standardthemes eine große Auswahl an kostenlosen Themes.

Verschiedene WordPress-Themes

Auswahl kostenloser Themes

Erfahrungsgemäß steigen mit dem Bloggen auch die Ansprüche an ein Theme. Kostenpflichtige Themes bieten normalerweise mehr Funktionen an und sind besser optimiert. Premiumanbieter haben meist auch kostenlose Themes im Angebot, die gute Qualität bieten.

Das Thema: Kostenlose oder kostenpflichtige Themes ist recht umfangreich und wird deshalb noch in einem eigenen Artikel behandelt.

Individuelle Themes

Alle Themes werden für möglichst viele WordPress Nutzer entwickelt. Die Standardthemes von WordPress werden am meisten verwendet und sind entsprechend oft anzutreffen. Das gleiche gilt auch für beliebte Premiumthemes.

Ein individuelles Design hat den Vorteil, dass eigene Wünsche und spezielle Anforderungen, umgesetzt werden können. Ein individuelles Theme enthält nur die Elemente, die wirklich benötigt werden.

Wenn du einen professionellen Blog bzw. Website benötigst, suche dir einen auf WordPress spezialisierten Webdesigner. Er berät dich bei der Wahl des passenden Themes und kann dir ein Premiumtheme individuell anpassen.

Individuelle Themes, die von einer Agentur neu entwickelt werden sind entsprechend teuer. Wenn du die nötigen Kenntnisse in WordPressentwicklung hast, kannst du dir ein eigenes Theme selber schreiben.

Foto: ©senoldo – Fotolia.com
Screenshots: ©Kristina Marino

 

Kategorie: Themes, WP-Basics

von

Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter