Blogparade, Pinnwand
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Was hältst du von Werbung auf dem Blog?

Werbung auf dem Blog

Werbung auf dem Blog ist ein heiß diskutiertes und umstrittenes Thema. Neu entfacht ist die Diskussion nach der Ankündigung von Google, bestimmte Werbeformen auf mobilen Geräten abzustrafen.

Ann-Bettina von ABS-Leseecke hat sich dazu Gedanken gemacht und möchte wissen, wie Blogleser und Blogger über Werbung auf dem Blog denken. Sie hat dazu eine Blogparade gestartet, die noch bis zum 12.02.2017 läuft.

Ann-Bettina hat einige Fragen aus der Sicht der Nutzer von Blogs und Websites zusammengestellt. Für Blogbetreiber gibt es noch ein paar zusätzliche Fragen. Ich beantworte zuerst die Fragen aus der Lesersicht und anschließend die Fragen als Blogbetreiber.

Stört dich Werbung generell, ist sie dir egal oder findest du sie interessant?

Ob es uns gefällt oder nicht, Werbung ist ein Teil unseres Lebens. Der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen funktioniert nicht ohne Werbung. Es ist interessant, Werbung über die Jahre hinweg zu beobachten, denn Werbung spiegelt den Zeitgeist wieder. Ohne Zweifel gibt es ganz tolle Werbekampagnen und Werbespots. Doch die breite Masse ist langweilig oder nervig.

Die Dauerberieselung mit Werbung führt oft dazu, dass ich sie nicht mehr wahrnehme und Werbepausen im Fernsehen für andere Tätigkeiten nutze. (Meistens räume ich dann die Küche auf.) In Zeitschriften blättere ich einfach weiter. Bei Blogs interessiert es mich, welche Werbung geschaltet wird und ob der Blog für eigene Produkte oder für Fremdprodukte wirbt.

Die üblichen Werbeformen auf dem Blog sind:

  • Banner
  • Pop ups
  • Links zum Partnerprogramm
  • Bezahlte Artikel und Links
  • Videos

Adblocker

Um die Werbeflut einzuschränken, benutze ich einen Adblocker. Allerdings kommt immer mehr Werbung durch, da es verschiedene Methoden gibt, diesen zu umgehen. Bei Blogs, die ich regelmäßig lese und die Werbung geschaltet haben, schalte ich ihn aus.

Gibt es bestimmte Formen der Werbung, die du besonders nervig findest?

Generell mag ich keine aufdringliche Werbung und zu viel oder unpassende Werbung. Wenn die Werbung mehr Platz einnimmt als der Beitrag selbst, frage ich mich, ob der Blogbetreiber das Thema ernst nimmt, über das er schreibt.

Besonders nervig finde ich Pop ups, die ich wegklicken muss, noch bevor ich den Beitrag lesen kann. Meisten verlasse ich sofort die Seite, ohne den Beitrag zu lesen. Genauso nervig sind die Pop ups, die beim Lesen ständig auftauchen. Ein Pop up, bevor der Blog verlassen wird, reicht doch vollkommen aus. Störend finde ich auch eingeblendete Werbung innerhalb des Textes, die den Lesefluss unterbricht. Genauso nervig finde ich Videos, die von selber starten.

Hat dich Werbung auf einem Blog oder einer Website schon einmal dazu gebracht, etwas zu kaufen? Wenn, ja, warum? War die Werbung so gut oder brauchtest du das Produkt gerade sowieso?

Ja, es kommt aber nicht so oft vor. Wenn ich auf der Suche nach einem bestimmten Produkt bin, und der Beitrag hilfreich bei der Kaufentscheidung ist, klicke ich auf die Werbung.

Sollte die Werbung zum Blogthema passen oder ist dir das egal?

Auf jeden Fall soll die Werbung zum Blogthema passen. Auf einem Bücherblog finde ich z. B. , dass Werbung für Kleidung oder Kosmetika nichts verloren hat.

Findest du es gut, dass Google demnächst manche Werbung abstraft?

Ja und Nein. Wünschenswert wäre es, wenn die Nutzer selbst die aggressive Werbung abstrafen würden und solche Seiten meiden würden. Durch einbrechende Besucherzahlen müssten sich die Verantwortlichen Gedanken machen, woran es liegt. Sie würden sehr schnell feststellen, dass es an der Art der Werbung liegt.

Da freiwillig nicht auf aggressive Werbung verzichtet wird, ist eine Abstrafung durch Google ein wirksames Mittel.

Hast du auf deinem Blog Werbung geschaltet?

Ja, ich habe auf meinen Blogs teilweise Werbung geschaltet. Ich finde es legitim, mit einem Blog Geld zu verdienen. Ein Blog verursacht Kosten. Es geht nicht um die paar Euro, die das Hosting kostet. Je nach Blogthema wird verschiedenes Equipment benötigt. Wenn man sich entschliesst, seine Fotos selber zu machen ist irgendwann eine neue Kamera fällig. Mein Bücherblog und der WordPress Blog verursachen keine zusätzlichen Kosten, die Bücher, die ich lese, würde ich mir sowieso kaufen. Anders sieht es bei meinem Foodblog aus. Die Rezepte müssen oft mehrmals nachgekocht und fotografiert werden. Außerdem muss ich mehr Lebensmittel einkaufen, als ich es sonst täte. Der Aufwand ist viel größer, als bei den anderen Blogs. Für Foodfotos benötige ich noch zusätzliche Fotoausstattung und diverse Dekoartikel.

Meine drei Blogs spiegeln meine Interessen und Begeisterung für Bücher, Internet und Kochen wieder.  Ich würde diese Blogs auch, ohne die Möglichkeit Geld zu verdienen, betreiben.

Wie hast du sie ausgewählt?

Ich habe drei Blogs mit ganz unterschiedlichen Themen.

Ich setze ein Partnerprogramm ein und empfehle Produkte, die ich selber verwende und von denen ich überzeugt bin. Wird das Produkt gekauft, erhalte ich eine Provision.

Ich lehne bezahlte Artikel und Links ab. Ich achte darauf, dass die Produkte jeweils zum Blogthema passen.

Lohnt sich das?

Das kommt darauf an, was man mit seinem Blog erreichen möchte. Wenn ich von meinen Blogs leben möchte, müsste ich auf jeden Fall mehr Werbung schalten und täglich Beiträge schreiben, um noch mehr Besucher zu haben. Oder eigene Produkte verkaufen. Zur Kostendeckung und ein Taschengeld reicht es.

Ich habe mit den drei Blogs sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Zum Geld verdienen lohnt sich nur mein Foodblog.

Bei meinem WordPress Blog habe ich bisher nur Fachbücher empfohlen, die ich auch ohne Partnerprogramm empfohlen hätte. Bei meinem Buchblog sind es ebenfalls Bücher, die ich auch so kaufen würde. Bei beiden erziele ich kaum nennenswerte Einnahmen. Allerdings erhalte ich durch meinen Buchblog Rezensionsexemplare, die aber keinen Einfluss auf meine Meinung haben.

Fazit

Jeder Blogger muss für sich selbst entscheiden, ob er mit seinem Blog Geld verdienen möchte oder nicht. Die Werbung sollte jedoch immer passend zum Blog sein, nicht überhandnehmen und nicht die Leser nerven. Das Blogthema und die Leser müssen immer im Vordergrund stehen und nicht die beworbenen Produkte.

 

Kategorie: Blogparade, Pinnwand

von

Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter

4 Kommentare

  1. Hallo Kristina,
    vielen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogparade. Mit dem Schalten von Werbung habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie du: bei einem Buchblog lohnt sich das nicht. Das mag bei Mode, Kosmetik oder Technik anders sein – habe ich noch nicht ausprobiert. Dass Google, die ja selber von Werbung leben – jetzt gegen bestimmte Arten der Werbung vorgeht, ist für mich ein sicheres Zeichen, dass viele Blogger es wirklich übetreiben.
    Wünsche dir noch einen schönen Abend
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,

      nicht jedes Blogthema eignet sich für Werbung. Die Meinungen der Buchblogger gehen sehr auseinander und das Thema wurde schon in vielen Buchblogs sehr kontrovers diskutiert.
      Ich bin neugierig, ob Google das wirklich durchzieht.

      Liebe Grüße
      Kristina

  2. Pingback: Auswertung der Blogparade | ABS-Lese-Ecke

  3. Das sind spannende Einsichten, was denkst du denn über Werbegeschenke für Blogger? Es kann als erstes ein bisschen übertrieben klingen, aber ich denke, dass es eine tolle Möglichkeit sein kann, um sich bei treue Leser zu bedanken.

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