Konzept, WordPress

Kennst Du den Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org?

Unterschied WordPress.com und WordPress.org

WordPress ist doch WordPress oder? Der kleine Unterschied mit großer Wirkung. Bevor Du Deinen ersten Blog startest, solltest Du die Unterschiede zwischen WordPress.com und WordPress.org kennen. Ich helfe Dir, die richtige Entscheidung für Dein Blogprojekt zu treffen.

„Ich kann keine Plugins installieren!“
„Mein Backend sieht anders aus, als im Tutorial gezeigt!“
„Wo finde ich die gezeigten Einstellungen?“

Diese und ähnliche Fragen lassen auf eine WordPress-Installation bei WordPress.com schließen. Bloganfängern ist der Unterschied zwischen WordPres.com und WordPress.org nicht klar. Sie fangen an zu bloggen und merken erst später, irgendetwas ist anders.

Wo liegen die Unterschiede zwischen WordPress.com und WordPress.org?

Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org

Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden WordPress Angeboten ist auf den ersten Blick nicht klar. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. WordPress ist eine kostenlose Open-Source Software mit der Websites, Blogs und Apps erstellt werden. Auf WordPress.org wird die Software und ihre Erweiterungen (Themes und Plugins) zum Download bereitgestellt. Die Website in deutscher Übersetzung ist unter https://de.wordpress.org/ erreichbar. Hinter WordPress.org steht eine große Community begeisterter Blogger.

Auf WordPress.com wird die Software inklusive einer Dienstleistung angeboten. Die Entwickler von WordPress gründeten die Firma Automatic, die Dienstleistungen rund ums Bloggen mit WordPress auf WordPress.com anbietet.

WordPress.com – Dienstleistung – Bloghosting

WordPress.com hat vier verschiedene Hostingtarife für WordPress im Angebot.

Tarife WordPress-com (Februar 2018)

Tarife WordPress.com (Februar 2018)

Kostenloser Tarif bei WordPress.com

Für einen Bloganfänger ist es verlockend einen Blog ohne finanzielle Verpflichtungen zu starten. Wie sehen diese kostenlosen Angebote aus? Generell schalten alle Anbieter in kostenlosen Tarifen Werbung auf dem Blog, auf die der Blogger keinen Einfluss hat. Die Einnahmen aus der Werbung behält der Anbieter als Bezahlung für die erbrachte Dienstleistung.

Im kostenlosen Tarif von WordPress.com ist keine eigene Domain enthalten und damit auch keine eigene E-Mail-Adresse. Der Blog liegt auf einer Subdomain: deinewebsite.wordpress.com. Für einen rein privaten Blog ist das kein Problem. Für Business und ehrgeizige Projekte ist das unprofessionell.

Die Daten liegen bei der Firma Automatic in den USA. Der Webspace ist auf 3 GB begrenzt. Bei vielen Bildern im Blog, kann es eng werden. (z. B. bietet STRATO im kleinsten Tarif 25 GB an, All-inkl 50 GB)

Der Funktionsumfang von WordPress ist stark begrenzt und kann nicht selbstständig erweitert werden.

Die Nachteile auf einen Blick:

Allgemein

  • keine eigene Domain
  • keine eigene E-Mail-Adresse
  • Werbeeinblendungen
  • 3 GB Webspace
  • Funktionsumfang stark begrenzt, kann nicht selbstständig erweitert werden
  • kein Newsletter
  • kein Google Analytics
  • kein FTP-Zugang
  • keine Affiliate links möglich (kein Geld mit dem Blog verdienen)
  • der Blog kann ohne Vorwarnung geschlossen werden

WordPress

  • begrenzte Anzahl an Themes (ausgewähltes Angebot)
  • keine zusätzlichen Plugins installieren
  • kein Podcast
  • kein Video

Das kostenlose Angebot bietet auch Vorteile. Der Blogger bekommt ein “sorgloses Rundumpaket” und muss sich um nichts kümmern, die Wartung ist inklusive. Durch die bereits installierte Website ist der Blog, ohne großen Aufwand, schnell erstellt.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • bereits installierte Website
  • ein Blog ist, ohne viel Aufwand, schnell erstellt
  • Wartung, inklusive Updates
  • fast keine Vorkenntnisse

Selbst gehostetes WordPress

Die CMS-Software WordPress wird auf WordPress.org bereitgestellt. Die Website bietet Downloads und Informationen für Blogger und Entwickler.

WordPress.org:

  • kostenloser Download der CMS Software WordPress
  • Download von Plugins
  • Download von Themes
  • WordPress Community Support Foren (Deutsch, Englisch)

Der Blogger ist selbst verantwortlich für:

  • Domain
  • Webspace beim Hoster Deiner Wahl (Angebot mit Datenbank)
  • Installation
  • Wartung

Frei gehostetes WordPress:

  • kostet Geld
  • kostet Zeit
  • erfordert technisches Verständnis

Wechsel von WordPress.com zu selbst gehostetem WordPress

Ein Wechsel zu frei gehostetem WordPress ist generell möglich. Viele Blogger, die sich für einen kostenlosen Blog bei WordPress.com entschieden haben, merken die Einschränkungen erst nach einiger Zeit. Je länger sie bloggen, desto anspruchsvoller werden sie. Es gibt zwei Möglichkeiten mehr Spielraum zu erhalten: in einen höheren Tarif bei WordPres.com zu wechseln oder einen anderen Hoster zu wählen.

Der Wechsel von einem kostenlosen zu einem bezahlten Tarif bedeutet einen Umzug auf eine andere Domain. Das kann Zeit und Nerven kosten, ja nach dem, wie groß der Blog inzwischen geworden ist.

WordPress Hosting – Tarife im Vergleich

Für das Hosting eines WordPress Blogs ist ein Tarif mit Datenbank wichtig, der WordPress unterstützt. Es lohnt sich, die Angebote verschiedener Hosting-Anbieter zu vergleichen. Die Unterschiede liegen im Detail. Es ist hilfreich sich vorher die Mindestanforderungen zu notieren und mit dem angeboten Funktionsumfang zu vergleichen. Alle Tarife haben eines gemeinsam, sie bieten eine eigene Domain: deinewebsite.de und damit eine eigene E-Mail-Adresse. Bezahltes Hosting schaltet keine Werbung.

Starter Tarife für frei gehostetes WordPress gibt es bereits ab 4 € monatlich. (Preise Stand Februar 2018). Der Tarif beinhaltet mindestens eine eigene Domain. Einige Hoster bieten seit kurzem WordPress-Hosting an, inklusive Updates und Wartung (managed hosting). Ein rundum Sorglospaket, ähnlich, wie es WordPress.com im Business-Tarif anbietet.

Das Magazin t3n hat im Dezember 2018 Hoster vorgestellt, die ein WordPress-Hosting im Angebot haben: WordPress-Hosting: 12 Anbieter im Überblick.

WordPress.com versus WordPress.org

Die richtige Wahl für Dein Blogprojekt kannst Du nur treffen, wenn Du die Unterschiede zwischen WordPress.com und WordPress.org kennst. Welche Ansprüche stellst Du an Dein geplantes Blogprojekt? Bist du bereit, Dich um Deinen Blog zu kümmern und Dir neue Kenntnisse anzueignen?

WordPress.com ist einfach und unkompliziert und bietet einen einfachen Einstieg ins Bloggen. Der Funktionsumfang von WordPress ist eingeschränkt und lässt sich nur durch einen Wechsel in einen höheren Tarif erweitern. Der kostenlose Tarif ist ideal für kurzfristige persönliche Projekte, wie zum Beispiel Urlaubsreise oder Hochzeit. Das kostenlose Angebot von WordPress.com ist für eine Firma ungeeignet, da keine eigene Domain vorhanden ist und damit auch keine eigene E-Mail-Adresse existiert. Nicht zu vergessen die geschaltete Werbung.

Frei gehostetes WordPress bietet mehr Möglichkeiten. Durch die Gestaltungsfreiheit lässt sich fast jede Idee umsetzen. Beim selbst gehosteten WordPress liegt die volle Kontrolle über die Daten und die Website beim Blogger, der Änderungen vornehmen kann, wie es im beliebt. Das erfordert Eigeninitiative und Basiswissen und bringt Verantwortung mit. Das kostet auch Zeit für die Wartung und Pflege, um die WordPress-Installation aktuell zu halten. Die notwendigen Kenntnisse lassen sich nach und nach aneignen.

Für mich kommt nur ein frei gehostetes WordPress in Frage. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mit der Zeit die Ansprüche steigen, die sich nicht mit dem kostenlosen Angebot von WordPress,com umsetzen lassen.

Kategorie: Konzept, WordPress

von

Kristina hat mehrere Blogs mit WordPress aufgebaut und viele Erfahrungen als Blogger gesammelt. In diesem Blog gibt sie Tipps für erfolgreiches Bloggen mit WordPress. Hat dir der Beitrag gefallen? Dann verpasse keinen Artikel und abonniere den Newsletter